Selbstwirksamkeit durch Reparenting

Haben wir einen freien Willen? Entscheiden wir bewusst selbst? Oder entscheidet unser Gehirn schon längst über ein sogenanntes Bereitschaftspotential für uns, während wir noch meinen selbst zu entscheiden? Kornhuber und Deke entdeckten letzteres Potential. Darüber, ob wir wirklich einen freien Willen überhaupt haben, streiten sich seither die Wissenschaftler. Jene auf der Seite unseres freien Willens begründen dessen Vorhandensein mit dem Stirnhirn. Dieses ist fähig, die Konsequenzen unseres Handelns vorauszusehen. Erst danach trifft es eine Entscheidung.

Kopf- oder Bauch-Entscheidung?

Beide, Bauch und Kopf, Intuition/Gefühle, Empathie und Vorausdenken sind fundamental wichtig:
Da ist einerseits das sog. Bottom-up-System, man könnte es auch ein System der Triebe nennen. Es wird oft mit unserem Bauchgefühl in Verbindung gebracht und ist mit unserem Hirnstamm in regem Austausch. Dieses gibt uns Informationen über unsere Bedürfnisse und Triebe. Diese sind ebenso wichtig für eine gute Entscheidung wie das Bottom-down-System, unser Stirnhirn. Letzteres lässt uns noch einmal innehalten und Konsequenzen bedenken. Wollen wir z.B. den Verführungen der Werbung, die vor allem unseren Hirnstamm anspricht, willenlos folgen? Sollen wir unserem leicht verführbaren Bauch spontan und impulsiv nachgeben? Immer neuen Reizen blind folgen? Oder uns eine Bedenkzeit unseres Stirnhirns genehmigen – alla „ist dieser Kauf mittel- und langfristig  glücklich machend“? Beides in Balance zu halten ist eine gute Wahl. Dabei hilft die Kinesiologie und Hypnose.

Die modernen Medien – Futter für den Hirnstamm?

Wir sind laufend verbunden. Das Gefühl der Wichtigkeit und des Gefragtseins füttert die Bedürfnisse unseres Hirnstamms. Leider enthält diese Tatsache auch ein nicht zu unterschätzendes Potential für Süchte. Dies machen wir uns nur selten bewusst. Kabat-Zinn (Prof. der Harvard Universität) nennt das Smartphone das moderne Kokain unserer Tage. Um also den Trieben Einhalt zu gebieten, brauchen wir die Kontrolle und Achtsamkeit unseres Stirnhirns. Damit nicht jedes Pling des Handys Glückshormone in uns ausschüttet, bis wir das Handy nicht mehr weglegen können.
Also Verzicht üben und mal überlegen, was uns längerfristig glücklich und zufrieden macht?

Gehirngerechte Pädagogik

All diese Fähigkeiten trainiert das Stirnhirn erst zwischen dem 3. bis etwa 7. Lebensjahr. In den ersten beiden Lebensjahren ist unser Stirnhirn noch leer und es bedarf zunächst der Zuwendung, Geduld und Liebe. Dies alles nährt und befriedigt das Stammhirn. Seine Bedürfnisse an Sicherheit, Geborgenheit und gesehen und gefühlt werden sind grundlegende Erfahrungen. Sie erlauben es uns ab dem 3. Lebensjahr nun die Ausprägung des Stirnhirns voran zu bringen. Hierfür ist es wichtig, Erfahrungen von Grenzsetzungen seitens der Eltern und Erzieher zu machen. Jetzt geht es nicht mehr um die sofortige Befriedigung von Bedürfnissen. Im Vordergrund stehen nun das Erlernen von Strukturen, Regeln des Miteinanders und von Erfahrungen von warten können. Interessanterweise hat die neuere Wissenschaft in Studien festgestellt, dass Menschen mit diesen Erfahrungen später gesünder und erfolgreicher durchs Leben gehen. Beziehungen werden dann stabiler gelebt und die Person ist im ganzen resilienter, d.h. stressresistenter.

Nachbeelterung: Reparenting

Aber was tun, wenn die eigene Kindheit dem nicht entsprach? Das Zauberwort in Therapie und Beratung heißt Nachbeelterung. Im Englischen wird es reparenting genannt. Hierbei handelt es sich um Interventionen, die das nachholen, was von den Eltern vielleicht nicht ausreichend gegeben werden konnte. Mit Hypnose, Kinesiologie oder auch in Aufstellungen können wichtige Schritte nachgeholt werden. Die nicht oder zu selten gemachten Erfahrungen von Sicherheit, Geborgenheit, Wertschätzung und Vertrauen erfahren wir dann nachträglich. Dies vergrößert unsere Selbstannahme und ein gutes Verhältnis zu uns selbst. Das Selbstvertrauen wird gestärkt, eigene Ressourcen werden besser zugänglich. Wir können unsere Beziehungen und Kontakte so leben und uns abgrenzen, wie es uns ganz persönlich gut tut. Emotional werden wir stabiler und selbstbestimmter. Das gibt Kraft und Zuversicht.

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