Selbstvertrauen stärken:
Robust durch Tagebuchschreiben

Seit ich denken kann, schreibe ich meine Morgenseite(n).  Für mich gehört es zum Start in den Tag wie der erste duftende Kaffee. Über die vielen Jahre haben mir meine Tagebüchlein geholfen, mich selbst besser zu verstehen, mich anzunehmen, mir etwas von der Seele zu schreiben, das ewige Gedankenkreisen zu unterbrechen und mich selbst zu würdigen: Für das was ich bin und was ich – wieder mal – geschafft habe. Es hilft mir Klarheit zu finden und mir in der morgendlichen Mußestunde etwas Gutes zu tun, ein Geschenk an mich selbst sozusagen.

Gönne Dir Muße

Ich schreibe über meine Wünsche und Ziele, meine Bedürfnisse, Gefühle und Gedanken. Irgendwie macht es Spaß, sich auf diese Weise mit eigenen, gerade brennenden Themen zu beschäftigen und sich für das wirklich Wichtige schon morgens etwas Zeit zu nehmen. Ich empfinde es als sehr heilsam und zentrierend. Durch mein Schreiben konnte ich auch mein Selbstvertrauen stärken. Damit hatte ich zunächst gar  nicht gerechnet.

Wie oft schreiben?

Anfangs habe ich sehr unregelmäßig geschrieben, meist immer nur dann wenn ich

  • ein Brainstorming zu Projekten oder Vorhaben machen wollte
  • auf der Suche nach Lösungen war
  • Stress hatte oder mir Druck gemacht habe
  • mich nicht gut fühlte und verstehen wollte, was dahintersteckt
  • Streit mit anderen Menschen hatte und verstehen wollte, was da gerade passiert
  • eine Entscheidung treffen und wissen wollte, was meine „innere Stimme“ dazu sagt (heute nutze ich dafür auch die Kinesiologie und Selbsthypnose)
  • die immer gleichen Verhaltens- und Denkmuster an mir beobachtete und sie durchbrechen wollte
  • meine negative Einstellung zu was auch immer ändern wollte,
  • oder wenn mich etwas belastete.

Das hat sich geändert. Inzwischen schreibe ich regelmäßig jeden Morgen und viel lösungs- und wachstumsorientierter. Ich fördere damit auch meine Haben-Konten und fördere meine Dankbarkeit für das, was und wie es gerade ist. Denn: Was wir im Alltag gut machen oder erleben dürfen, verbuchen wir oft als allzu selbstverständlich, während der Geist weiter auf die Suche nach Unvollständigem, Mangel oder – im Vergleich zu anderen – Unvermögen geht. Und das macht er dann klammheimlich den lieben langen Tag evtl. weiter…

Schreibtipps zur Stärkung Deines Selbstvertrauens

Damit es Dir nicht wie mir in der Vergangenheit ergeht, hier ein paar Hinweise und Möglichkeiten, wie Du Dein Schreiben zielführender und inspirierter gestalten kannst:

  1. Schreib nicht nur Fakten auf: Achte darauf, dass Du Deine Gefühle beschreibst und alles raus lässt, was die aktuelle Lebenssituation mit Dir macht: auch körperlich, emotional, energetisch, gedanklich.
  2. Gehe in die Tiefe mit Fragen wie: Worum geht es mir wirklich zurzeit? Was soll sich ändern? Wie könnte ich mal ganz anders und  konstruktiv damit umgehen?
  3. In einer Krise könntest Du Dich fragen: Was kann mir schlimmstenfalls passieren? Wie wahrscheinlich ist das?
  4. Wenn Dich die Antwort auf diese letzte Frage nicht ruhiger macht, könntest Du innerlich einen kleinen Film abspulen und Dir vorstellen, was dann passieren würde… und was dann…  und was dann… … …
    (Interessanterweise tauchen dabei manchmal Erkenntnisse auf, an die man aufgrund von Ängsten und Weghabenwollen nie heran gekommen wäre. So stellte ich mir in der Vergangenheit einmal bis ins Detail vor, finanziell abzustürzen und unter einer Brücke leben zu müssen. Dort unter der Brücke lag ich dann in meinem kleinen inneren Film, und es tauchte wie von selbst ein schöner warmer Schlafsack auf, der sich richtig gut anfühlte, und in dem ich spürte, wie all der Druck und die Verantwortung meines damaligen Lebens von mir abfiel. Das war sehr erhellend für mich! Und hat zu wichtigen Entscheidungen geführt…) ACHTUNG: Diese Vorgehensweise ist nicht für traumatisierte Menschen geeignet. Aber dazu mehr weiter unten.

Wie wünschst Du Dir Deine Zukunft?

Und noch ein  Experiment: Schreib einfach mal nicht über das Vergangene oder die Gegenwart. Schreib einen guten nächsten Tag nieder, so wie Du ihn Dir wünschst. Bleib dabei am Anfang am besten bei realistischen Vorstellungen und Plänen. Denn: Jede Vision, jeder Plan beginnt in der Umsetzung mit einem ersten konkreten Schritt. Schreib diese konkreten Schritte des nächsten Tages  nieder und erlaube Dir hilfreiche Einstellungen und Verhaltensweisen zu beschreiben. Schreib nur über Dinge, die Du selbst unter Kontrolle hast, unabhängig von anderen. (Das kann sehr hilfreich sein, um Deinen Fokus weg von einer belastenden Vergangenheit oder Gegenwart hin zu einer realistischen Zukunft zu richten.)

Eigentherapie und Genuss für Dich

Für mich ist Tagebuchschreiben Eigentherapie und Genuss zugleich. Auch in den USA wird therapeutisches Tagebuchschreiben seit vielen Jahren als Strategie empfohlen, um Lebenskrisen und Stress  zu bewältigen, indem man sich alle Belastungen in Form von Gedanken und Gefühlen von der Seele schreibt. Allerdings ist diese Art des Schreibens nicht für jeden geeignet: Bei traumatisierten Menschen kann es zur Verschlimmerung ihres Zustands führen. So können z.B.  flashbacks ausgelöst und psychische Symptome wie in einer negativen Spirale intensiviert werden, indem man sich mit dem traumatischen Material beschäftigt und nicht davon los kommt. Hier braucht es therapeutische Hilfe.

Los geht’s!

Wenn Du nicht zu dieser Personengruppe gehörst, dann leg jetzt los! Tagebuchschreiben hat zu viele Vorteile und beinhaltet – mit der Zeit – so viel Freude, dass Du es Dir gönnen solltest:

  • Entlaste Deine Psyche, erlöse Dich aus der Gedankenspirale und schreibe Dich zu mehr Selbstvertrauen und Selbstliebe
  • Mache Deiner Perfektionistin einen Strich durch die Rechnung, fange klein an!
  • Beachte die o.g. Hinweise und Tipps zum konstruktiven Schreiben
  • Statt chronologisch kannst Du auch themenzentriert schreiben und nur einen Aspekt Deines Alltags beleuchten und sanft verändern
  • Schreib jeden Tag, auch wenn es nur wenige Minuten sind, ggf. auch zu einer anderen festgelegten Tageszeit
  • Schreibe mit Wohlwollen Dir selbst gegenüber, als wärest Du Dein bester Freund / Deine beste Freundin
  • Schreibe Dich langsam, von Tag zu Tag, mehr in die Tiefe: Vielleicht von zunächst Oberflächlichem hin zu detaillierten Gefühlen, Gedanken, Wünschen, inneren Vorstellungen, die Dich beflügeln, so dass auch Dein Körper sich dabei mehr und mehr wohl fühlt; öffne Deine Schatzkiste der Selbsterkenntnis durch Schreiben: tauche tief nach den Perlen Deines ganz persönlichen Selbstvertrauens
  • Versuche es mal mit einem Fazit pro Tag: Sollte dieses negativ ausfallen, dann frage Dich, was sich auf jeden Fall nicht ändern soll, und was schon schön ist in Deinem Alltag. Mach daraus ein positives Fazit
  • Erlaube Dir beim Schreiben innere Bilder und Filme, die Dich ganz von selbst mit Deinem Unbewussten verbinden und neue Einsichten fördern
  • Stell Dir, wenn Du magst, ein paar von den o.g. Fragen um in einen Schreibfluss zu kommen und Deine Seele zu reinigen
  • Oder schreib einen inneren Dialog mit Dir selbst nieder, der auf diese Weise innere Persönlichkeitsanteile sichtbar macht
  • Und last but not least: Gönne Dir Achtsamkeit und einen besinnlichen Start in den Tag oder einen ebensolchen Abschluss Deines Tages: Es lohnt sich!

Hol Dir mehr…

Tagebuchschreiben unterstützt Deine Selbstwirksamkeit und Gesundheit, stärkt Dein Selbstvertrauen und Bewusstsein, schafft Klarheit für gute Entscheidungen, führt Dich zu Deinen eigenen Lösungen und Deiner Berufung. Glaub mir! Ich selbst gehe diesen Weg seit vielen Jahren mit wachsender Begeisterung. Teile diesen Beitrag auf den sozialen Medien Deiner Wahl, wenn Du ihn hilfreich findest, damit diese kleine Übung maximalen Nutzen entfaltet. Oder schreib einen Kommentar und steige in die Diskussion ein! Teile diesen Artikel auf deinen sozialen Medien, wenn du magst.
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